Warum Streichpreise täuschen
Ein durchgestrichener Preis suggeriert eine Ersparnis, die es so oft nie gab. Viele Shops zeigen als Referenz eine unverbindliche Preisempfehlung (UVP), zu der kaum jemand jemals gekauft hat, oder einen kurzzeitig angehobenen Preis kurz vor dem Rabatt.
Seit Mai 2022 schreibt die EU-Preisangabenrichtlinie deshalb vor: Wird ein Produkt reduziert beworben, muss der niedrigste Preis der letzten 30 Tage als Referenz genannt werden — nicht die UVP.
In 30 Sekunden prüfen
- Referenzpreis lesen. Steht am Angebot wirklich der niedrigste Preis der letzten 30 Tage oder eine unverbindliche UVP? Nur der 30-Tage-Preis ist rechtlich relevant.
- Preisverlauf checken. Tools wie Preisportale zeigen den Verlauf. Liegt der aktuelle Preis nur leicht unter dem Median der letzten Monate, ist der „Rabatt" meist kosmetisch.
- Marktvergleich. Kostet dasselbe Produkt bei einem seriösen Zweitanbieter genauso viel — ohne Rabatt-Etikett — war der Streichpreis reine Optik.
Typische Muster, denen du nicht auf den Leim gehst
- UVP als Referenz. UVP ist eine Herstellerempfehlung, kein Marktpreis. Sie sagt nichts über die tatsächliche Ersparnis.
- Kurzer Preis-Peak vor dem Sale. Der BGH hat 2024 klargestellt, dass der niedrigste Preis der letzten 30 Tage die Grundlage sein muss. Kurzfristige Erhöhungen kurz vor dem Rabatt sind irreführend.
- Countdown- und Verknappungs-Timer. „Nur noch 2 Stück" ohne echten Bestandsnachweis ist ein Verkaufsdruck-Trick, kein Argument für einen guten Preis.
Was wirklich zählt
Ein guter Preis ist der, den du im Verhältnis zu Qualität, Nutzung und Alternative bezahlst. Das erkennst du nicht am Prozentzeichen, sondern am Vergleich über Zeit und Anbieter.
Genau dafür bauen wir Nuvio: eine ehrliche Entscheidungs-Schicht, die den echten Preis kennt und dir sagt, ob sich der Kauf jetzt lohnt.